Naturdenkmäler
Die Spring-Quelle

Die Quelle ist mit ihren 13 Austrittsstellen im anstehenden Felsen und einem beständigen Quellausstoß von 600 bis 800 Litern pro Sekunde eine der größten Karstquellen in Thüringen.
Das Wasser stammt aus der bei Liebenstein versickernden Wilden Gera sowie Niederschlägen, die als Bäche durch ein unterirdisches Hohlraumsystem im Kalkstein des höher gelegenen Gosseler Plateaus fließen und kristallklar zu Tage treten. Entsprechende Versuche bestätigen diese Aussage und lassen außerdem auf die Existenz eines unterirdischen Sees schließen.

Die Mineralquellen

Zu Füßen der Reinsberge entspringen einige natürliche Mineralquellen. Eine dieser Quellen, die Kaiser-Günther-Quelle, fand ihre erste urkundliche Erwähnung bereits im Jahre 1381. Die heilende Wirkung dieser Quellen wurde über die Jahrhunderte von den Bürgern der näheren und ferneren Umgebung geschätzt.
Eine Schwesterquelle der Kaiser-Günther-Quelle ist die seit 1850 wirtschaftlich erschlossene und heute wieder verstärkt als Mineralquelle genutzte Karl-Marien-Quelle. Der hohe Mineralgehalt und die natürliche Reinheit des Wassers macht sie zu einer der wenigen wirklichen und seit 1992 auch amtlich anerkannten Mineralquellen Thüringens.
Eine weitere Quelle - die Reinsbergquelle, wurde Anfang der neunziger Jahre des 20. Jh. erschlossen. 


Der Vogelsteich

Der Teich entstand durch das Anlegen einer Kunstbleiche durch eine Familie Vogel, dessen Namen er nach dem Tod des Besitzers erhielt. Er wird aus dem so genannten Kaufmannsborn gespeist, der von 1920 bis zum Bau des plaueschen Schwimmbades im Jahre 1975 auch zum Baden genutzt wurde. Mehrere Male wurde er seitdem entschlammt, Fische eingesetzt und neue Uferbefestigungen errichtet. Als Lebensraum von Fröschen, Enten und anderem Getier ist er ein wertvolles Biotop und Oase der Erholung für Spaziergänger zugleich. Im Winter dient der Teich den Kindern zum Schlittschuh laufen, da er wegen seiner geringen Wassertiefe schnell zufriert.

Die Reinsberge

Östlich von Plaue erheben sich die Reinsberge - ein Muschelkalkfelsen mit einer durchschnittlichen Höhe von 600 Metern. Darauf befindet sich ein Aussichtspunkt - die Kanzel - von der man einen herrlichen Blick vom Gebiet der Wachsenburg im Nordwesten über das Gosseler Plateau, den Plaueschen Grund sowie auf die umliegenden Ortschaften und die Thüringer Berge im Südwesten hat. Auf einer Windrose sind alle umliegenden Ortschaften und Berge eingemeißelt.
Von der Ortsmitte Plaues bzw. vom Bahnhof aus benötigt man etwa 40 Minuten für den Aufstieg zur Kanzel.

Das gegenüber befindliche Gosseler Plateau und der Schweinsberg beherbergen eine Fauna und Flora trockener Muschelkalkhochfläche, während die Reinsbergscholle Quellen und feuchtes Klima aufweist. Am Fuße des Felsens in Richtung Dosdorf liegt die tief eingeschnittene Tongrube der ehemaligen Ziegelei, wo die lehmigen Erdschichten gut sichtbar sind.
Während auf den Reinsbergen Muschelkalk überwiegt, findet sich in der Gera-Talsohle Buntsandstein (Röt). Die Flora und Fauna beherbergt zahlreiche Orchideenarten, die Silberdistel bzw. Rot- und Schwarzwild, Hasen, Marder und Uhus.
Die Reinsburg

Ein beliebtes Wanderziel stellt die Reinsburg auf den Reinsbergen dar. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick ins Wipfratal und die Berge des Thüringer Vorlandes wie z. B. den Singer Berg.
Die ehemalige Ritterburg wurde bereits im Jahre 1290 auf Befehl Rudolfs von Habsburg zerstört. Uralte Erdwälle zeugen von einer Wallburg aus vorchristlicher Zeit, um die sich von altersher einige Sagen ranken. Eine davon weiß von einem unterirdischen Gang von der Reinsburg zur Ehrenburg zu berichten, der als Verbindungsweg für Kuriere gedient haben soll.
Das, was immer nur in den Bereich der Sage verwiesen wurde, hat jedoch einige wirkliche Anhaltspunkte. Es ist bekannt, dass unterirdische Teile vorhanden waren. Sie zeigten sich vor Jahren in der Ortslage von Kleinbreitenbach und in Erzählungen alter Leute von Plaue, die während ihrer Kindheit neben der Kirchgasse bergauf in Richtung Ehrenburg noch viele Meter in einem teilweise verschütteten Gang entlang gekrochen sind.
(Quelle: aus "Sagen von den Reinsbergen" von Käthe Bohnhardt)
Das Steinkreuz

Bei der Anlage einer Kiesgrube am Eingang zum Frankental unterhalb des Strubbelsberges entdeckte man ein großes Steinkreuz in Form eines eisernen Kreuzes, das keinerlei Inschriften oder Zeichen aufweist. Es ist ein so genanntes Sühnekreuz, wie es mehrere in der hiesigen Umgebung gibt. Ein weiteres steht zwischen Rippersroda und Liebenstein sowie drei Stück zwischen Espenfeld und Gossel, ein anderes im Jonastal bei Arnstadt.

(Quelle: plauesche Chronik von Felix Georgi)